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Donnerstag, 14. Februar 2013

金沢区 - Kanazawa

Der Bezirk Kanazawa liegt im äußersten Süden von Yokohama und grenzt schon direkt an Yokosuka. Der einzige Sandstrand Yokohamas ist ein wirklich guter Platz um einfach mal abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen.

Bevor ich jedoch den Spaziergang am Strand genoss, begab ich mich zum Nojimakoen (野島公園), von wo aus man super auf das südliche Yokohama, Yokosuka und sogar bis zur Chiba Präfektur auf der anderen Seite der Bucht schauen kann. Bis zum Fuji konnte ich allerdings leider nicht schauen.


Die Fähre, sowie die hier zu sehenden Hafenanlagen befinden sich ebenso wie die Rennstrecke (Nissan GRANDRIVE) bereits in Yokosuka.


Im Hintergrund sieht man das Hakkejima Sea Paradise - ein Vergügungspark im Süden Yokohamas.

Schließlich konnte ich den Fuji doch noch sehen, wenn auch nur schemenhaft im orangenen Licht des Sonnenuntergangs.




日本人の友達へ、ごめんなさい。家族は日本語が全然分かりませんから、いつもドイツ語で書きます。そして、ドイツ語を勉強している人はここでドイツ語の練習ができますね。:)

Sonntag, 10. Februar 2013

赤坂 - Akasaka

Weihnachten will nicht aufhören, zumindest nicht in Akasaka in Tokyo, wo am Donnerstag diese Bilder entstanden sind. Noch bis Ende Februar kann diese Festbeleuchtung und der Weihnachtsbaum mit (olympischer?) Fackel auf der Krone bestaunt werden! Tokyo ist ja auf der Kandidatenliste für Olympia 2020 und dafür wird in der ganzen Stadt auch kräftig geworben. Den Wunsch "Olympia 2020" hegt laut einzelnen Meinungen Tokioter Bürger aber wohl eher die Regierung für sich allein...



Wer kann schon von sich behaupten in Tokyo das erste Mal im Leben Schlittschuh gelaufen zu sein?! :D

Akasaka is übrigens genau wie der Yebisu Garden Place eine sog. city in the city - davon gibt es in Tokyo so einige!

Samstag, 2. Februar 2013

富士山 - Der Fujisan

Der vergangene Dienstag wird mir wahrscheinlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben. Das Wetter war unglaublich gut und zu viert plus dem Gastvater eines Freundes als Guide machten wir uns auf in die Yamanashi-Präfektur um DAS Nationalheiligtum der Japaner aus nächster Nähe und in voller Pracht bewundern zu können - den 3776m hohen Fuji.

Diese Stadt am Fuße des Fuji hat den klangvollen Namen Fujiyoshida


Unser japanischer Guide erzählte uns viele interessante Sachen, in religiöser als auch historischer Hinsicht. So wissen zum Beispiel die meisten Japaner nicht, dass man auf dem Weg zum Schrein nicht mittig laufen soll, sondern stets am Rand. Die Mitte des Weges ist allein den Göttern vorbehalten. Demnach ist dann wohl anzunehmen, dass auf dem oben gezeigten Bild nur der Weg für die Götter geräumt wurde.
Lust, deswegen im Schnee zu stapfen hatte ich aber trotzdem nicht...



Nachdem wir diesen fantastischen Ausblick auf den Fuji genießen durften, fuhren wir zur Narusawa Eishöhle. Dank der kalten Jahreszeit und nur sehr wenigen Besuchern mussten wir nicht auf den Einlass warten. Der Gastvater meines Kumpels erzählte, dass man im Sommer schon mal zwei Stunden Wartezeit für 10 Minuten Eishöhle in Kauf nehmen muss...


So ganz ungefährlich war es in der Eishöhle nicht - teilweise extremes Glatteis und Gänge die manchmal nur einen Meter hoch waren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier nicht des Öfteren zu Unfällen kommt...


Nach diesem abenteuerlichen Besuch in Narusawas Höhlenwelt ging es weiter nach Oshino, einer kleinen Stadt am Fuße des Fuji, die neben traditionellen Häusern auch ein "Nationalheiligtum" zu bieten hat - die Oshino Hakkai, 8 Teiche, die Quelle so klaren Wassers sind, wie ich es bisher nur aus den Alpen kannte.

Dass die Einheimischen leere Plastikflaschen zum Abfüllen des klaren Wassers für
150 Yen verkaufen, versteht sich bei der Geschäftstüchtigkeit der Japaner fast von selbst. Wer intelligent ist bringt sich also seine eigenen Flaschen mit oder kauft sich vorher im Supermarkt eine Flasche, trinkt oder schüttet den Inhalt aus, und füllt diese dann mit dem besonderen Nass.

Vom Rand des Yamanaka Sees hat man bei schönem Wetter ebenfalls einen fantastischen Ausblick zum Fuji! Unser japanischer Guide war dennoch, wie wir alle, überrascht, so viele Japaner mit Fotoausrüstung anzutreffen. Wenn ich von Japanern und "Fotoausrüstung" in einem Satz spreche, dann sollte klar sein, dass viele den Wert eines Mittelklasse-Wagens mit sich herumgeschleppt haben...
Verblüfft waren wir insbesondere, als wir feststellten, dass ungefähr die Hälfte der top-ausgestatteten Fotografen null Interesse für den Fuji zeigte, der an diesem Tag immerhin ausnahmsweise mal nicht von dicken Wolken umgeben war. Stattdessen waren die Teleskop-artigen Ungeheuer von Lichtbildaufnahmemaschinen unter anderem auf diesen Baum gerichtet:


Es stellte sich heraus, dass dieser seltene Vogel - dessen Name mit der Silbe "hi" anfing... - diese Stelle am Yamanake See nur an einem Tag im Jahr besucht und natürlich - wie passend - genau an diesem atemberaubend schönen sonnigen Dienstag.

Nach dieser ornitoligischen Erfahrung stand nur noch ein Punkt auf unserem Tagesplan: die Fahrt mit der Hakone Ropeway...


Rauchende Berge und Schwefelgeruch - nichts ungewöhnliches für eine Region, die für ihre heißen Quellen (Onsen) berühmt ist...

Es war ein wirklich atemberaubender Tag - der Anblick des Fuji lässt einen alles um sich herum vergessen. Mein Wunsch diesen magischen Berg einmal zu besteigen hat sich auf jeden Fall verfestigt.
Aus Sicherheitsgründen ist dies allerdings nur im August erlaubt.
Ein altes japanisches Sprichwort besagt, dass jeder Japaner den Fuji einmal im Leben besteigen soll. Die "Erfahrung Fuji" möchte aber auch ich nicht missen...


Vom Tokioter Highway eröffnen sich einem übrigens auch viele neue Perspektiven auf die japanische Hauptstadt...