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Freitag, 22. März 2013

桜 - Kirschblüten

Die Kirschblütensaison hat begonnen!!! Die Japaner sind ja berühmt für ihr お花見 (o-hanami) - die Kirschblütenschau, was nichts anderes heißt, als sich unter einen entsprechend prächtig blühenden Baum auf eine Decke zu setzen und dann einfach nur die Blütenpracht zu genießen.

三田キャンパス - Mita-Campus (vor dem East Entrance)

新宿御苑 - Shinjuku-Gyoen


Übrigens ist heute auch mein neuer Mitbewohner eingezogen - Bruno aus Frankreich (Paris). Er scheint schon mal grundsätzlich kommunikativer zu sein als dessen in Hongkong studierender südkoreanisch-amerikanischer Vorgänger... :)

Mittwoch, 20. März 2013

Entlang der Nakasendō (中山道)

Als Nakasendō (中山道) wird eine alte Straße von Edo (heute Tokio) nach Kyōto bezeichnet. Wir waren auf dem Teilstück von Ochiai (落合) bis nach Nagiso (南木曽) unterwegs. Wer etwas für Natur, Wandern sowie alte Bergdörfer übrig hat, der findet im Kiso Valley (木曽路) sein wahres Glück. Nicht umsonst wird diese Landschaft auf einschlägigen Seiten für Japan-Interessierte mit einer Top-Wertung aufgeführt. Und auch der "Official Travel Guide" für das Kiso Gebiet bezeichnet dieses als die "jungfräuliche Landschaft Japans".

馬籠 - Magome (Präfektur Gifu)

Achtung! Bären! Aber zum Glück sind in diesem Forst ja rund alle 500 Meter Glocken aufgestellt, die man bei entsprechender Gefahrenlage laut läuten soll um Meister Petz zu vertreiben...

Der Weg von Magome nach Tsumago wurde übrigens abenteuerlicher als gedacht. Trotz ca. 20°C Außentemperatur lagen in den Tiefen des Waldes noch Schneereste bzw. der Weg war sehr vereist. Als wir endlich diesen daher doch ziemlich anspruchsvollen Teil des Trails bewältigt hatten, erwartete uns nicht nur eine Lichtung, sondern auch ein altes Holzhaus, vor dem ein älterer Mann stand. Er lud uns zum Tee ein, fragte uns woher denn wir kämen und holte auch sogleich eine Weltkarte hervor. Es stellte sich heraus, dass er seit Jahren die Menschen zählt, die täglich diesen Pfad benutzen, sowie aufschreibt aus welchen Ländern die Wanderer kommen. Aus seinen Aufzeichnungen ging u.a. hervor, dass er im letzten Jahr mehr als 5.000 Ausländer willkommen heißen konnte, wobei die meisten aus Australien kamen. Ich erzählte ihm, wie unerwarteterweise beschwerlich doch der Weg zu seiner Hütte gewesen sei und er antwortete, dass zwei Wochen vorher noch über 30 cm Schnee gelegen hätten. Er gab uns noch Strohseile, die wir als Anti-Rutsch-Schutz um unsere Schuhe binden sollten und so machten wir uns mit lustig umseilten Schuhen auf nach Tsumago.

妻籠 - Tsumago (Präfektur Nagano)

Man muss es nur tragen können...

Blick auf Tsumago von der Anhöhe, wo früher die Burg Tsumago stand

Eine eigene Dampflok im Garten ist schon was Feines... Aber dafür bräuchte ich überhaupt erst einen eigenen Garten... o,O

Am Bahnhof Nagiso angekommen, bekamen wir einen kleinen Schreck - KEINE Fahrkartenautomaten und der Schalter für den Fahrkartenverkauf war schon seit mehr als anderthalb Stunden geschlossen. Zum Glück gab es einen Aushang, dass man auch im Zug oder am Zielort (für uns Nagoya) nachlösen konnte.
Ach ja, in Japan kennt man den Begriff Kundenfreundlichkeit eben noch...

Montag, 18. März 2013

伊勢 - Ise


Die Stadt Ise (伊勢) liegt etwas mehr als 100 km von Nagoya entfernt auf der Shima-Halbinsel in der Präfektur Mie. Früher hieß die Stadt übrigens Ujiyamada; dieser Name taucht ja bereits in meinem letzten Blogbeitrag auf. ;)
Ise ist insbesondere bekannt für seine Shintō-Schreine, die innerhalb des Shintoismus als das höchste Heiligtum Japans angesehen werden!

Toyoukedaijingu ("Großschrein der empfangenen Reichtümer");
der Äußere Schrein - Gekū (外宮)

Die Uji-Brücke (宇治橋) zwischen der heiligen und der profanen weltlichen Welt, die zum "kaiserlichen Großschrein" Kotaijingu führt; der Innere Schrein - Naikū (内宮)

Seperater Schrein zur Verehrung der Windgottheiten

Orahaimachi (おはらい町) - "Stadtviertel der zeremoniellen Reinigung" vor den Toren des Inneren Schreins

Hier der Beweis - Japanische Regenschirme sind auch für Regenwetter tauglich!

Nach dem Besuch der beiden großen Schreine ging es mit dem Bus nach
Futamiura (二見浦)
Futami-Okitama Schrein (二見興玉神社)

Meoto-iwa (夫婦岩) - "Herr und Frau Fels", die mit einem rituellen Absperrseil gegen üble Einflüsse miteinander verbunden sind.